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Wie lange muss ich noch verhüten?

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Neuer Lebensabschnitt, neue Fragen. Wenn bei Frauen die Wechseljahre einsetzen, vielleicht auch diese: «Wie sieht das jetzt eigentlich mit der Verhütung aus?»
«So lange Sie bluten, müssen Sie noch verhüten», sagt Gynäkologin Katrin Schaudig. Denn so lange es noch eine Regelblutung gibt, kommt noch irgendwo Östrogen her. «Und so lange da noch Östrogen ist, sind da noch Eizellen und Sie können noch schwanger werden.» Die logische Konsequenz: Wer nicht schwanger werden will, muss weiter verhüten.
Wahr ist aber auch: Die Chance, schwanger zu werden, ist in der Perimenopause, also der Zeit vor der letzten Blutung, und danach bereits deutlich geringer als in jüngeren Jahren. «Die Eizellen sind ja so alt wie die Frau», sagt Katrin Schaudig. «Und in dem Alter ist die Chance auch hoch, dass es genetische Defekte beim Kind gibt oder die Schwangerschaft nicht hält.»
Doch wann genau können Frauen Schluss machen mit Kondom, Pille, Spirale und Co.? Katrin Schaudig nennt eine Regel:
- Eine Unter-50-Jährige kann auf Verhütung verzichten, wenn sie zwei Jahre nicht mehr geblutet hat.
- Eine Über-50-Jährige kann verzichten, wenn sie ein Jahr nicht mehr geblutet hat.
Pille kann Anzeichen für Wechseljahre verschleiern
Am besten besprechen Frauen das Thema mit ihrem Gynäkologen oder ihrer Gynäkologin - auch um individuell herauszufinden, welche Verhütungsmethoden für sie in dieser Phase sinnvoll sind.
Übrigens: Frauen, die mit Pille, Pflaster oder Ring verhüten, spüren womöglich den Beginn der Wechseljahre nicht, so das Portal «familienplanung.de» des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit (BIÖG).
Grund: Die Hormone können die Anzeichen für den Wechseljahres-Beginn wie unregelmäßig werdende Blutungen, Hitzewallungen oder Schweißausbrüche überlagern. Frauen, die mit diesen Methoden verhüten und wissen wollen, ob sie bereits in den Wechseljahren sind, können nur eines tun: sie absetzen - und zum Beispiel auf Kondome umsteigen.
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(15.06.2026)

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